Ode an meine Brüste

von Conny Ertl

Ich habe Bauchkrämpfe und alle Arten von Regelbeschwerden. Ich habe Cellulite am Arsch und ein völlig gestörtes Verhältnis zu mindestens vier weiteren Körperregionen. Ich verfalle in eine peinlich-hohe Stimmlage, sobald ich ein Baby in meinem Umfeld erblicke. Oder ein Zwergkaninchen. Oder ein Baby-Zwergkaninchen.

Ich habe praktisch keinen Orientierungssinn, kann keinen Nagel in eine Wand schlagen ohne ein Blutbad anzurichten und selbst wenn ich wüsste, was ein Abseits ist, würde ich es genauso für ein Gerücht halten wie den G-Punkt.

Ich kann nicht Kopfrechnen und bin so unsportlich, dass ich für jeden Treppen-Aufstieg zwei Dinge brauche: Erstens ein Sauerstoffzelt und zweitens einen Begleiter, bei dem ich mich auch eine Stunde später immer noch darüber beschweren kann, dass sich die Treppe einfach nicht mit meinen viel zu hohen Schuhen verträgt, für die ich gerade erst den Postboten angeschrien habe.

Ich werde eines Tages unter Höllenschmerzen einen Menschen mit einem Kopf wie eine Wassermelone aus meinem Körper pressen und mich 20 Jahre später mit topfgroßen Schweißflecken auf meiner Bluse und zunehmendem Haarausfall durch die Menopause kämpfen, während mich mein zweiter Ehemann im Zuge seiner Midlife-Crisis mit seiner Sekretärin bescheißt.

Das Leben als Frau ist wirklich kein Leichtes. Eigentlich gibt es überhaupt nur zwei Gründe, die es richtig lebenswert machen: BRÜSTE!

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