Wir können Klöße machen – die Welt steht uns offen

von Peter Janicki

Meine Freundin und ich, wir wollten die Weltherrschaft übernehmen, also, um genau zu sein: Ich Weltherrschaft, sie Haushalt. Dachte mir: für Weltherrschaft machen, mach ich doch erst noch mal ein Praktikum – in ´ner Terrororganisation, nur mal so zum Beispiel. Im Vorstellungsgespräch wollte ich aber nicht meinen echten Namen sagen, sonst kriegt man ja auch immer Werbung und E-Mails und so, deswegen Geheimidentität: behauptete ein farbiger jüdischer Hase arabischer Herkunft zu sein. Ich nannte mich „Hase L.-Nussbaum“, hatte dann aber schnell den Spitznamen „Nutella“ weg.

Durfte aber nur in die Nachwuchsorganisation. Und während die Erwachsenen, sozusagen die Ü20 Terroristen, Paketbomben verschickten, durfte ich halt nur … na ja, was halt U20 Terroristen verschicken dürfen: Postkarten. (War aber trotzdem nicht ganz umsonst, immerhin lernte ich Martin Sieper kennen, der war da aber nur zum Englisch lernen). Ich war ziemlich beleidigt und ich kann das gut.

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