Wir können Klöße machen – die Welt steht uns offen

von Peter Janicki

Meine Freundin und ich, wir wollten die Weltherrschaft übernehmen, also, um genau zu sein: Ich Weltherrschaft, sie Haushalt. Dachte mir: für Weltherrschaft machen, mach ich doch erst noch mal ein Praktikum – in ´ner Terrororganisation, nur mal so zum Beispiel. Im Vorstellungsgespräch wollte ich aber nicht meinen echten Namen sagen, sonst kriegt man ja auch immer Werbung und E-Mails und so, deswegen Geheimidentität: behauptete ein farbiger jüdischer Hase arabischer Herkunft zu sein. Ich nannte mich „Hase L.-Nussbaum“, hatte dann aber schnell den Spitznamen „Nutella“ weg.

Durfte aber nur in die Nachwuchsorganisation. Und während die Erwachsenen, sozusagen die Ü20 Terroristen, Paketbomben verschickten, durfte ich halt nur … na ja, was halt U20 Terroristen verschicken dürfen: Postkarten. (War aber trotzdem nicht ganz umsonst, immerhin lernte ich Martin Sieper kennen, der war da aber nur zum Englisch lernen). Ich war ziemlich beleidigt und ich kann das gut.

Jetzt weiterlesen…

Das wirklich Blöde daran

von Peter Janicki

Das Blöde daran, abends nur noch eine halbe Tüte Chips zu haben, ist ja, dass man dann eine weitere Packung aufmachen muss, diese dann aber wieder nur etwa bis zur Hälfte schafft, so dass man wieder eine halbe Packung über hat. Das ist aber kein Zustand so für auf Dauer, denkt man sich, aber was will man machen (?), man kann sich selbst Freunde einladen, manchmal laden sich auch Freunde selbst ein, das ist dann schön, denn wenn Freunde dann `ne halbe Packung essen, dann ist man wieder bei natürlichen Zahlen an vollen Chipstüten und kann in Ruhe schlafen gehen. Ich hatte eine halbe Chipstüte und es klingelte an der Tür.

Natalie hatte sich nämlich gedacht: das Blöde daran, abends keine Packung Chips zu haben, ist ja, dass man dann hungrig ins Bett gehen muss, oder etwas anderes essen muss, das ist aber kein Zustand. Man könnte sich einladen irgendwo, vielleicht sagt die Person aber, dass es heute nicht passt, besser dachte sie sich, wäre also einfach vorbeizugehen, war es vielleicht auch, denn hätte sie mich gefragt, hätte ich wohl gesagt, ich hätte keine Zeit, aber jetzt war sie halt da und hübsch durchaus und ich hatte nichts Besseres zu tun, jedenfalls nix wo ich mich zu tun hätte überwinden können.

Jetzt weiterlesen…